Test Moesta BBQ-Pizzaring

MOESTA-BBQ-Pizzaring-Header
Was lange währt, wird endlich gut…

Schon seit Wochen steht der BBQ Pizzaring von MOESTA bei mir zu Hause und leider bin ich erst jetzt dazu gekommen, ihn zu testen (siehe meinen Bericht Pizzaring von MOESTA-BBQ vom 20.07.2013).

Ich habe also meine Grillfreunde Patrick und Jan nebst Freundinnen eingeladen und so haben wir aus dem Test eine kleines Gemeinschaftsprojekt gemacht. Patrick hat sich um den Pizzateig gekümmert, Jan und Kathi um die Pizzabeläge und ich mich um die Pizzasauce und natürlich die Getränke.

Um 18:00 Uhr habe ich einen randvollen Rösle-Anzündkamin mit Heat Beads-Briketts angefeuert, an meiner 57er Weber-Kugel habe ich den Tuck-Away-Deckelhalter sicherhaltshalber abgeschraubt, da sonst die Kunststoffrollen wohl geschmolzen währen.

Nachdem die Briketts durchgeglüht waren, habe ich sie im hinteren Drittel des Grills halbkreisförmig angehäuft und zwar so, dass keine Briketts unter dem Pizzastein zu liegen kommen, da dieser sonst zu heiß wird und die Pizzen von unten verbrennen.

Auf die glühenden Briketts wurden dann 4-5 Stücke trockenes Brennholz gegeben, die Holsstücke sollten ca 15 x 5 x 5 cm groß sein. Nun den Pizzaring mit eingelegtem Grillrost einsetzen, den Pizzastein nebst Pizzabande auflegen und den Deckel mit geschlossenem Ventil ober drauf setzen. Innerhalb kürzester Zeit fängt das Holz Feuer und schlägt von hinten über den Stein unter den Deckel, die heiße Luft strömt über den Stein in Richtung Öffnung des Pizzarings.

Das Thermometer an der Seite des Rings steigt schnell auf über 300° C, das Weber Deckelthermometer ist am Anschlag.

Nun kann die erste Pizza eingeschossen werden und es geht rasend schnell. Innerhal von 4 Minuten ist die Pizza fertig. Der Boden ist knusprig und kross, der Käse geschmolzen und leicht gebräunt. Ein Duft wie in einer guten italienischen Pizzeria macht sich im Backyard breit und dann der erste Geschmackstest:

LECKER! LECKER! LECKER! So stelle ich mir eine echte Pizza vor, dünner und knuspriger Teig, eine leckere Sauce, der Käse gebräunt und verlaufen, der Belag gegart und lecker. Durch die Oberhitze ist die Pizza perfekt, wer meint, eine Pizza vom Grill würde ohne Pizzaring was werden, irrt sich gewaltig.

Es empfiehlt sich, die Pizza nach der Hälfte der Backzeit zu drehen, da der Stein im hinteren Bereich natürlich heißer wird und so die Pizza dort schneller anbrennen kann. Der Pizzaschieber von MOESTA eignet sich für diesen Job perfekt, da der Stiel schön lang ist, denn vor dem Grill wird es echt verdammt heiß. Es empfiehlt sich den Schieber mit Hartweizengrieß zu bestäuben, so läßt sich die Pizza sehr einfach auf den Stein schieben. Dank der Pizzabande ist es unmöglich, die Pizza über den Stein hinweg in die Flammen zu schießen.

Wir haben so innerhalb kürzester Zeit ca. 12-15 Pizzen gebacken, mit den unterschiedlichsten Belägen:

– Tomate & Mozzarella
– Salami & Schinken
– Chorizo, Pilze & Jalapenos
– Schinken & Ananas (frisch)
– Rucola, Schinken & Parmesan
– Varianten mit Zwiebeln, Paprika und vielem mehr

Während die eine Pizza im Reaktor gebacken wurde, haben wir in der Küche schon gleich die nächste vorbereitet, gut dass ich noch einen zweiten Pizzaschieber habe, so konnten wir ohne Zeitverlust weiterbacken. Und ganz wichtig, die Reihenfolge, wie man eine Pizza belegt:

1.) Teig
2.) Pizzasauce
3.) Käse (Mozarella, am besten Büffelmozarella)
4.) Belag, (hier ist weniger mehr, da sonst die Pizza schnell matschig wird, gerade bei Zutaten, die viel Flüssigkeit enthalten)

Zwischendurch habe ich einmal Holz nachgelegt, dabei kann man den ganzen Ring inklusive Rost/Stein/Deckel sehr gut an den Holzgriffen anheben, es empfiehlt sich dabei Handschuhe zu tragen, wegen der  Hitze.

Die Pizzen haben wir dann in der Küche mit einem Pizzaroller zerteilt und wie Fingerfood genossen, so konnte man von allen Variationen probieren und irgendwann waren wir alle pappsatt und glücklich.
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Hier nun die Rezepte:

Patricks Pizzateig:

Zutaten:
500 ml lauwarmes Wasser
2 Würfel frische Hefe
1 Prise Zucker
1 kg Mehl Typ 00 (Pizzamehl, bekommt man im Großhandel oder in ital. Supermärkten)
1 TL Salz
2 EL Olivenöl

Zubereitung:
Die Hefe in lauwarmen auflösen und den Zucker hinzugeben. Das Mehl sieben und den Hefeansatz hinzugeben und einrühren, dann das Salz und das Öl hinzufügen und den Teig so lange kneten, bis er nciht mehr klebt und schön glatt ist.

Den Teig zum gehen lassen über Nacht in den Kühlschrank stellen, am besten in einem großen Gefrierbeutel oder in einer Rührschüssel, die man mit Frischhaltefolie abdeckt. Zwischendurch die Luftblasen aus dem Teig kneten.

Tip:
Wer den Teig noch knuspriger haben möchte, kann einen Teil des Mehl (150-200 g) durch Hartweizengrieß ersetzen, das war aber meines Erachtens nicht notwendig.

Für eine 26er Pizza, dünn ausgerollt, benötigt man ca. 120 – 140 g Teig.
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Pizzasauce:

Bei der Pizzasauce habe ich mich an das Rezept von MOESTA, das dem BBQ Pizzaring beigfügt war, gehalten.

Zutaten:
1200 g passierte Tomaten aus der Dose
4-5 Knoblauchzehen
2-3 kleine Zwiebeln
4 EL Olivenöl
3 EL Tomatenmark
1,5 EL Zucker
3-4 Lorbeerblätter
Salz
Pfeffer
frischer Basilikum
frischer Oregano (alternativ geht auch gerebelter)

Zubereitung:
Das Öl in einem großen Topf erhitzen und in der Zwischenzeit die Knoblauchzehen schälen und grob hacken, die Zwiebeln schälen und halbieren.

Den Knoblauch im heißen Öl kurz anschwitzen und nun das Tomatenmark kurz mit anrösten.

Die Dosentomaten hinzugeben, alles umrühren und die Sauce aufkochen lassen.

Nun die halbierten Zwiebeln, den Zucker und die Lorbeerblätter hineingeben und alles auf kleiner Flamme ca. 30-45 Minuten auf die Hälfte der Menge einkochen lassen, dabei gelegentlich umrühren.

Die Zwiebelhälften und die Lorbeerblätter herausnehmen.

Nun die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken, falls die Säure zu präsent ist, kann man noch Zucker hinzugeben.

Basilikum und Oregano fein hacken und hinzufügen, Menge nach Geschmack.

Tip:
Die Kräuter sollen nicht mitkochen, da sie sonst ihren Geschmack verlieren.

Die Sauce sollte eine sämige Konsistenz haben, wer mag, kann sie pürieren, dann läßt sie sich einfacher auf dem Teig verteilen. Ist die Sauce zu dünnflüssig, weicht sie den Teig durch.
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Fazit:
Den MOESTA BBQ-Pizzaring kann ich jedem Pizzafan, der einen Kugelgrill sein Eigen nennt nur wärmstens empfehlen. Ich habe schon einmal Pizza ohne Ring auf einem Pizzastein in der Kugel gemacht und war überhaupt nicht zufrieden.

Ich war ein wenig skeptisch, ob der Pizzaring das halten kann, was er verspricht und ja, ich wurde mehr als überrascht.

Die Ergebnisse sind erstklassig und reproduzierbar, eine Pizza wird so gut wie die andere und das in einer rasenden Geschwindigkeit. Ohne Ring lassen sich die notwendigen hohen Temperaturen nicht erzeugen. Auch die Oberhitze ist ohne den Ring nicht machbar. Durch die Öffnung lassen sich die Pizzen gut auf den Stein geben und herausnehmen, außerdem kann man den Backvorgang gut beaufsichtigen.

Durch sinnvolles Zubehör wie dem Pizzaschieber mit dem langen Griff und der Pizzabande, die ein einschießen der Pizza über den Stein hinaus verhindert, ist der Ring ein perfektes Produkt. Was im Sortiment m.E. noch fehlt, ist ein Ofenbesen mit langem Stiel, um Reste vom Hartweizengrieß oder Asche vom Stein fegen zu können.

Von mir eine klare Kaufemfehlung für das Produkt, schaut auch mal auf die Facebookseite von MOESTA-BBQ, dort gibt es ab und an auch gute Rabattaktionen.
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Ein paar Bilder haben wir auch noch gemacht:

4 Kommentare

  1. Dieter Schuld sagt:

    Hallo, ein toller informativer Bericht von Dir. Verrat mir noch, wie du die Pizza gedreht hast. ist das Deckelthermometer danach nicht kaputt gewesen? Auf mein Set warte ich sehnsüchtig.
    Dieter

    • Frank sagt:

      Hi Dieter,

      die Pizza habe ich mit dem Schieber herausgezogen und dann auf dem Schieber mit einer Gabel gedreht und dann einfach wieder auf den Stein gelegt.

      Das Thermometer übersteht die Prozedur ohne Probleme.

      Viel Spaß mit deinem Set, das macht wirklich Spaß!

      Grüße

      Frank

  2. Günter sagt:

    Möchte mir auch so ein Teil zulegen, bzw. selber bauen. Kannst du mir bitte sagen wie stark das Nirosta Blech ist? 1mm oder 2mm Blech

    Danke!!!!

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